Man traut seinen Augen kaum, wenn man sich den örtlichen Altpapiercontainern nähert. Wäre ich Protagonist in einem Stephen King Roman, würde ich von einem Altpapiermonster sprechen. Egal, wann man den Besuch beim Monster macht, es brüllt immer, dass es satt ist, will heißen, dass nichts mehr oben reingeht. Der Grund dafür ist, das unten eben auch nichts mehr rausgeht, wenn ich mir den Vergleich des Alltäglichen erlauben darf.

Der hartnäckige Entsorgungswillige, ich kann ihn verstehen, sucht allerdings nicht voller Furcht das Weite, sondern stapelt heldenhaft überall drumherum und zwischen den Containern seine Mitbringsel. Was soll er auch tun? Ich habe es nun oft genug erlebt. Das Auto bleibt zu Hause, die Passanten machen sich schwer beladen auf den Weg, um dann wieder alles mit nach Hause zu nehmen? Ganz sicher nicht!

Aus dem Monstermaul fällt auch viel daneben…

Ich will mir die Situation gar nicht vorstellen, was passieren würde, hätten nicht schon zahlreiche Essener eine sogenannte blaue Tonne für Ihre Papierberge. Sowas hätte ich auch gerne, allerdings ist das in Mietshäusern mit zahlreichen Parteien ein echtes Platzproblem, somit erst mal keine Alternative.

Liebe Stadt Essen, vielleicht sollte hier die logistische Komponente des Abholens überdacht werden. Einmal die Woche reicht offensichtlich nicht aus. Gibt es evtl. nicht genug Container? Irgendetwas wird man doch tun können, denn das Monster ist jedesmal ein sehr unschöner Anblick.