Die Wochenendtour startete für vier Personen mit einer Zugfahrt von Essen nach Detmold und vier weitere Personen verließen sich auf die sichere Fahrt mit dem PKW.
Während der Zugfahrt erlebten wir auf der Höhe von Paderborn diverse Schalke-Fans, die zum Bundesligaspiel gegen den örtlichen Club ebenfalls diesen Zug gewählt hatten. Hallelujah für mich als BVB Anhänger eine erste komische Überraschung.
Sieg für Schalke, wie ich später erfuhr, aber das ist nicht so interessant.
Knapp drei Stunden später erreichten die vier Kompadres den Bahnhof von Detmold. Sich sofort Richtung Hotel durch die Stadt schlagend, traf man sich mit den bereits wartenden Faultieren, die in der Lobby bereits das erste Bier am Hals hatten…Spaß beiseite, es war Kaffee.
Unsere Unterbringung für die nächsten Tage.

Hotelrezeption

Quasseleien und Einchecken hinter uns gebracht, wurden kurz die Zimmer begutachtet und zur Eile angetrieben, da eine Stadtführerin bereits in der Nähe und in Kürze Stellung beziehen wollte. Dann also los zur Stadtführung.
Der Weg zur Stadtführung

Fürstliches Residenzschloss

Direkt am vereinbarten Treffpunkt wurden wir bereits von der Dame erwartet und sehr nett empfangen. Ziemlich am Anfang der Stadteroberung liefen wir dem örtlichen Prinzenpaar (fuhren im Auto an uns vorbei) über den Weg. Die Cheffin der Truppe wies uns darauf hin- wir selber hätten sie für normale Passanten gehalten, muss ich zugeben.
Treffpunkt zur Stadtführung

Was als kleiner Spaziergang von mir erwartet worden war, stellte sich als ziemlich anstrengend heraus. Nicht wegen der zurück zu legenden Strecke, sondern wegen der Art der Fortbewegung. Gefühlt alle 10 Meter gab es was zu sehen und etwas darüber zu erzählen. Also ein stetiges Stopp and Go, was bei mir älterem Fossil reichlich den Rücken strapazierte. Allerdings lohnte sich das Durchhalten, bei dem, was alles über diese kleine Stadt zu erfahren war.
Einige Eindrücke findet ihr exemplarisch auf den folgenden Fotos.
"Canale Grande" von Detmold

Viel Wasser in Detmold

Rathaus von Detmold am Marktplatz – davor steht der Donopbrunnen

Erlöserkirche am Marktplatz

Schlossturm, das Wahrzeichen der Stadt

Für den Abend war im örtlichen Brauhhaus ein Tisch für uns reserviert, an dem wir pünktlich um 18:00 Uhr Platz nahmen. Was genau jeder einzelne sich bestellt und verzehrt hat, weiß ich nicht mehr, aber lecker war alles und Beschwerden gab es keine. Auch die unterschiedlichen Biersorten machten uns zunehmend Freude. Kurz und gut: es war ein toller aber auch langer Abend.
Pünktlich morgens um 8 Uhr liefen oder stolperten wir zum Frühstücksraum. Auch dieses Buffet war absolut zufriedenstellend und der ein oder andere hat sich sogar zum Ende eine selbstgemachte Waffel in die Figur geschoben. Es gab für diesen Tag ein volles Programm, was es durchzuziehen galt. Mit zum Plan gehörte, dass die öffentlichen Verkehrsmittel bemüht würden und das Auto zu bleiben hatte wo es war. Eine Kombination aus unterschiedlichen Gruppentickets beförderte uns zunächst zu den Externsteinen. Zwar war ich in meiner Jugend schon ein paar Mal dort raufgekraxelt, aber das Erlebnis musste erneuert werden. Der Blick von oben, scheinbar direkt aus einem Sauerstoffzelt, war es dann aber mehr als wert.
Treppenaufgang Externsteine

Grandioser Übergang von einem zum anderen Felsen

Der Blick von den Externsteinen

Damit aber nicht genug, gab es doch nach knapp 2 Stunden gleich das nächste Ziel anzusteuern: Hermann, den Cherusker, bzw. der seiner Person nachempfundenen erhabenen Statue direkt über dem Teutoburger Wald. Hier ging es ebenfalls zahlreiche Stufen in die Höhe, aber nicht ganz so anstrengend, wie zuvor die Expedition auf die Externsteine. Einige Fotos vermitteln euch dieses Erlebnis und den tollen Blick über die Natur.
Dem Hermann ganz nahe

Hermann der Cherusker

Laufweg zum Herrmann aus der Vogelperspektive

Blick vom Hermannsdenkmal

Unendliche Weiten....

Nach der Fotosession ging es dann zu unserem letzten Ziel, zur Adlerwarte Berlebeck. Leider brachte uns der Bus nur annähernd in die Nähe des eigentlichen Aufstiegs zu den Raubvögeln (kann auch sein, dass wir bei der Routenplanung nicht das Optimum herausgeholt haben, aber das ist zweitrangig).
Immerhin liegt die obere Platform auf rund 225 Metern. Auf diesem beeindruckenden Fleckchen Erde und Fels leben 160 verschiedene Vögel mit etwa 40 verschiedener Arten. Interessant zu wissen , dass die Adlerwarte Berlebeck die artenreichste Greifvogelwarte in ganz Europa ist! Hier durften wir viel Neues lernen. Im Park und bei den Freiflügen gibt es neben Spaß und Spannung auch jede Menge Wissenswertes zu den besonderen und teils gefährdeten Arten, die hier ein, so wie ich finde, tolles Zuhause gefunden haben. Die den Abschluss stattgefundene Flugshow, hat mir wirklich den Atem geraubt. Diese physische Nähe zu den Vögeln, die tolle Moderation und die Aktion, einfach klasse und jede Minute Anfahrt und Aufstieg wert. Aber seht selber...
Milan hoch zu Luft

Milan Sturzflug

Weißkopfseeadler in Startphase

Der mächtige Weißkopfseeadler (Bald Eagle, Haliaeetus leucocephalus)

...im Landeanflug

Zurück im Hotel gönnten wir uns ein bisschen Entspannung und machten uns auf zur Kegellokation. Auch hier wieder aus meiner Sicht nichts an der Verköstigung zu meckern. Die Kegelbahn würde ich als untere Mittelklasse beschreiben, das natürlich nur mit meiner bescheidenen kurzen Erfahrung bei diesem Thema. Die Preise betraf dann eher die höhere Kategorie dessen, was wir an Bahnmieten so kannten.
Alles in allem ein toller Trip durch Detmold und Umgebung, weswegen auch dieser Blogartikel von mir aufgesetzt wurde, um mich stets an dieses klasse Erlebnis zu erinnern!
Danke Jungs!!!

Euer Oli
Das hast du sehr schön geschrieben, die tollen Fotos runden deinen Bericht sehr gut ab.
Hi Oli, tolle Beschreibung und ein schönes Erlebnis. Freundliche Grüße, Thomas
Hallo Oli, sehr schöner Bericht zu unserem Auslug. VG Frank